Der Wassermann in der Schwarzen Elster

Der Wassermann in der Schwarzen Elster - kam zu Besuch nach Berlin, und brachte auch drei Menschen mit. So gab es eine spannende Fortbildung am 8. April. Monika Auer entführte die Teilnehmer in die Sorbisch/Wendische Märchen- und Sagenwelt.

 

SIe führte die Teilnehmer den Weg über Historie und Brauchtum natürlich zu der spannenden Märchenwelt und deren Gestalten, wie der Mittagsfrau, den Lutki, Schlangenkönigen bis zu dem Zauberer Krabat. Ihr Mann, welcher Sorbisch lernt, lies die Sprache erklingen, und Ute Fisch trug zwei Märchen bei.

Ein sehr erhellender,Nachmittag, der ein Tor zu einer Märchenwelt öffnete, und Anregungen gab, den Weg weiter zu beschreiten.

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Jubiläum der Senftenberger Märchentage

Es gibt ein Jubiläum zu feiern: Schon zum 25. mal verzaubern die Märchentage Senftenberg, unter dem Motto:

 

„Da ward die Hochzeit mit großer Pracht und Freude gefeiert 

 

Von Hochzeiten und anderen märchenhaften Feste" möchten wir alle Märchenfreunde einladen das Jubiläum mit uns zu begehen. In der Zeit vom 29. März bis zum 1. April 2017 gibt es Märchenerzählungen, Theater und Vorträge. Wir freuen uns auf die Gäste.

 

Und eine besondere Ehre wird uns zu Teil. Zum Jubiläum gibt es die Briefmarke! Die REGIO Print-Vertriebs GmbH (RPV) bringt die Briefmarke zu diesem Anlass. Auf der Briefmarke zu sehen, die Märchenerzählerin Monika Auer welche die Märchentage vor nunmehr 25 Jahren in Senftenberg aus der Taufe gehoben hat. Wir freuen uns über diese märchenhafte Ehrung!

 

Das Programm der Märchentage ist hier zu finden: FLYER

 

Über die Briefmarke berichten folgende Artiekel:

RPV - Briefservice

Senftenberg.de

Lausitzer Rundschau

Weisswasseraner Anzeiger

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IGA 2017 Märchen der Welt - Gärten der Welt

Märchen der Welt - Gärten der Welt

In Kooperation mit der IGA in Berlin-Marzahn macht die Europäische Märchengesellschaft e.V. (EMG) unter dem Titel Märchen der Welt - Gärten der Welt eine Reihe von Angeboten für Kindergärten und Schulen und zusätzlich bietet sie Weiterbildungsangebote für Pädagogen/innen, gemeinsam mit den Erzählern des Berlin- Brandenburgischen Märchenkreises e.V.

 

Märchen erzählen von den Herausforderungen und Problemen jeden menschlichen Lebens. Sie kleiden Wahrheit in phantastische Bilder, die geprägt sind von der conditio humana, gleichzeitig aber auch von der Kultur, in der sie erzählt werden. Weil die grundsätzlichen Konflikte und Fragen der Menschen ein und sie selben sind, haben Märchen einen völkerverbindenden Charakter. Über das Erzählen und Hören von Märchen können wir einander verstehen, den Menschen im anderen sehen, der mir mehr ähnelt als fremd ist.

 

Zu finden sind die Termine unter dem Titel "Märchen der Welt - Gärten der Welt" im  IGA-Campus Veranstaltungskalender.

 

 

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Berliner Märchentage

Die 27. Berliner Märchentage 2016 standen unter dem Motte:

»DORNRÖSCHEN ERWACHT ...!«

Mädchen und Frauen in Märchen und Geschichten

 

Unsere Erzähler waren mit den vielfältigsten Programmen dabei, und zogen mit Märchen und Geschichten durch Bibliotheken, Schulen und anderen Einrichtungen in Berlin. So wurde ganz Berlin eine Märchenstadt. Vielen Dank an Märchenland e.V. für dieses wundervolle Festival welches die grauen Herbsttage in eine märchenhafte Zeit verwandelt. Hier geht es zu einigen Eindrücken:t verwandelt....

 

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26. Kleinmachnower Märchentage

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Märchen im Weberhäuschen

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Märchen zu Erntedank

In Klein Glienicke, gibt es eine wunderschöne kleine Kapelle. Bei herrlichsten Herbswetter erzählten dort 4 Erzählerinnen des Berlin Brandenburgischen Märchenkreises, Märchen zu Erntedank, unter dem Titel "Nachbar, da hilft kein Zaun um den Garten". Renate Raber, Doris Rauschert, Marie Gloede und Astrid Heiland. Dabei wurden sie musikalisch begleitet mit der Geige von Anja Gilles.

Und diese Veranstaltung soll nur der Auftakt sein. Im Jahr 2017, das Jahr in welchem wir 500 Jahre Reformation feiern, soll es eine ganze "Pilgerfahrt  ins Märchenland" geben, unter der Federführung von Doris Rauschert. Man darf also gespannt sein...

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Spinnstuben Geschichten im Weberhäuschen

Regelmäßig finden im Weberhäuschen in Babelsberg Erzählungen statt, unter dem Titel: "Spinnstuben Geschichten im Weberhäuschen" zu den verschiedensten Themen. Am 5. März 2015 gab es zum Weltfrauentag:

"Die Frau die auszog ihren Mann zu erlösen"

Es erzählten nicht nur Frauen!

Organisiert werden die Erzählungen von Doris Rauschert.

 

 

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Jubiläum!

Wir feierten unser 20jähriges Bestehen. Im Naturpark Schöneberger Südgelände mit einer "Märchenreise um die Welt". An verschiednenen Orten dieses wunderbaren Ortes erzählten jeweils 2 Erzähler Märchen zu verschiedenen Themen, wie "Auf Adlerschwingen" oder "Der Schelm der Schelme" und vieles mehr. Na dann auf die nächsten 20 märchenhaften Jahre ;-) !

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Mit Kult.Radio auf der Domäne Dahem

KULT.RADIO - Dein Märchenradio und der Berlin-Brandenburgische Märchenkreis

im Märchen Salon in der Domäne Dahlem: Die Erzähler
mit einem gelungenen Märchenabend am 14. November 2012 zur Abendveranstaltung im Barocken Saal im Herrenhaus

Die Erzähler hatten je zwei Märchen im Gepäck und das Publikum war hoch erfreut über die schöne Mischung der Erzählweisen.


Die Aufzeichnung kann man natürlich auch auf KULT.RADIO hören.

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gemeinsamer Abend des BBMK e.V.mit der Evangelischen Schule Berlin Zentrum ..

die Erzählerinnen Am Samstag, den 25.11.2011 um 19.00 Uhr

Erzähler:

Die Mitglieder des Berlin-Brandenburgischen Märchenkreises

Thema des Abends:

Soll ich dir eine Geschichte erzählen ..

... Geschichten und Märchen aus den Weiten Nordamerikas

Der Eintritt kostete 5 Euro, die als Spende an die ESBZ gingen

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Internationaler Märchenkongress in Senftenberg 2011

Heimliche Helfer – Unheimliche Begleiter – Internationaler Kongress der Europäischen Märchengesellschaft 21.09.2011 – 25.09.2011 in der Lausitz Gott hat die Lausitz erschaffen, aber der Teufel hat die Kohle darunter versteckt – Fluch und Segen im Märchen

Senftenberg – Tagungsort für Märchenbegeisterte

Unsichtbare Helfer gibt es an allen Orten der Welt,Lutkis Puppen - Regina Hermann sie sind wie in einem Netzwerk miteinander verbunden und speisen unsere kollektive Intelligenz. Wie könnten sonst die Dampfmaschine und das Radio an mehreren Orten der Welt gleichzeitig erfunden worden sein. Diese Helferwesen treiben uns zu kollektiven Erkenntnissen. 1920 wurde die Schreibblockade in Amerika erfunden, seitdem dürfen viele die Erfahrung mit ihr machen, so Prof. Dr. Elmar Schenkel von der Universität Leipzig. Sorbische Trachtenpuppe - Regina Hermannsie sind wie in einem Nun waren diese unheimlichen Begleiter sogar Anlass genug, in Senftenberg in einer international versammelten Zunft der Märchenfreunde wie die Braunkohle endlich ans Tageslicht geholt zu werden.

Denn Märchen mögen sich in ihren Inhalten und Handlungssträngen gleichen, ihre Helden, Landschaften, Bräuche und Helferwesen allerdings sind völlig andere. So gibt es in den Märchen der Ober- und Niederlausitz keine Könige und Herren, keine höfische Literatur, weil es den Adel nicht gab. Luther äußerte sich abfällig über die seit dem 5.Jh. ansässigen Sorben im schwarzen Mückenland (sorb. Zly Komorow) als das erbärmlichste Volk in Deutschland, dem man Ordnung beibringen müsse und brachte den Wenden und Sorben die Schule in ihr isoliertes, aber sehr naturverbundenesie sind wie in einem s Leben in die Heidelandschaft mit ihren Flussauen der Neiße, Spree und Schwarzen Elster.

500 Jahre später holte sich die Stadt Senftenberg für 5 Tage Ende September den Internationalen Kongress der Europäischen Märchengesellschaft (www.maerchen-emg.de) in eben diese Lausitz, und Bürgermeister Andreas Fredrich erzählte in der Neuen Bühne des Stadttheaters, das übrigens zu DDR- Zeiten eine Kaderschmiede bekannter Schauspieler wie A. Müller Stahl, R. Römer und A. K. Bürger war, den 280 begeisterten Märchenerzähler/innen und- interessierten die Wandlungsmär der gesegneten Heide, die vom fluchbeladenen Braunkohletagebau zerschunden wurde und seit 1973 als Lausitzer Seenland den Segen einer Tourismusregion genießt.Lutki Porträt - Regina Hermann Und das Senftenberger Theater, das 2005 Theater des Jahres geworden ist, kooperiert nun mit dem Deutschen Theater in Berlin in einem für Februar 2012 vorgesehenem Stück „Oder Bruch“, das aus Zeitzeugen Interviews des Hochwassers von 1997 dramaturgisch entwickelt wird. Und so ist denn aus dem Fluch des Hochwassers wieder ein Segen für die Theaterarbeit geworden.
Und wie im Märchen das Heldenhafte gerade darin besteht, den Fluch durch Mut und Demut in einen Segen zu verwandeln, so bewegt sich unser Leben ständig zwischen diesen beiden Polen. „Segen, im Hebräischen: gut berührt sein, wird oft nicht bemerkt, solange man ihn hat“, führt Dr. Ricarda Lucas, Schriftführerin der EMG und Psychologin aus Halle, am Beispiel des sorbischen Märchens „Der Waldgeist Kosmatej“ auf. Ohne Dankbarkeit und Würdigung verwandelt sich der Segen in einen Fluch, der dann, wie in diesem Märchen, mit Hilfe der Tiere und letztendlich dem Mut der Protagonistin, einem Dämon die Tür zu öffnen, wieder in einen Segen verwandelt werden kann. Das geschieht also nur, wenn sich der Märchenheld selbst weiter entwickelt, sich mit den dunklen Mächten der Welt, d.h. dem Schattendasein des Unbewussten, den unheimlichen Begleitern auseinandersetzt. Krabat Puppe - Regina Hermann „Dem vorbestimmten Los muss also das eigene Zutun dazu gegeben werden“, so Lucas, sonst sind wir abhängig von dem Glück oder Unglück, also vom Segen und Fluch der äußeren Lebensumstände.

 

Das zeigen die Märchen (Mär= Wahrheit) und das bestätigt auch die Krabatsage in der Lausitz, die den Tagungsteilnehmern durch Vorträge, Lesungen und Ausflüge nach Groß Särchen und Schwarzkollm nahe gebracht wurde. Die wurde nach dem Tod des Rittmeisters Johann von Schadowitz 1704 in den Herzen und der Phantasie der sorbischen und deutschen Bauern geboren. Sorbinnen lebensgroße Figuren - Regina Hermann Denn auch er verstand es, den Fluch der Zerstörung der Lausitz durch den 30-jährigen Krieg und der Pest in dem feuchten Sumpfland in einen Segen zu verwandeln, indem er den Sumpf trocken- und die Leibeigenschaft ablegte. Und Gertrud Winzer, die den Verein Krabat Mühle e.V. in Schwarzkollm so leidenschaftlich vorantreibt, dass die legendäre Schwarze Mühle täglich von etwa 300 Krabatfans aus vielen Ländern besucht wird, scheint sein Lebenswerk weiter zu führen: „ Wir müssen selbst Ideen entwickeln und sie umsetzen um unser Seenland herum, es wieder zu unserer Heimat machen.“ Da wäre der Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen, der im 17. Jh. seine Burschen aus den sorbischen Dörfern als wendische Schwachköpfe anraunzte, wohl verwundert gewesen über den Verwandlungszauber, der im August 2012 erstmalig die Krabatfestspiele in Schwarzkollm aufleben lässt. Und das ist einerseits ein konstruktives Ergebnis der Zusammenarbeit des Theaters Senftenberg mit dem Staatlichen Sorbischen Ensemble Bautzen und dem Kulturmanager in Dresden Siebecke und ein Resultat der Wirkung der universalen Bildsprache der Märchen, Mythen und Sagen, deren Botschaft im kollektiven Unbewussten aller Menschen verwurzelt ist und uns zu erfolgreichen und vor allen sinnreichen Handlungen führt.

Irrlicht Handpuppe - Regina Hermann
Neben der eigenen Schicksalszuständigkeit gibt es aber auch unsichtbare Helferwesen, denen sich dieser Herbstkongress besonders widmete: Das Irrlicht (sorb. Bludnik), das verirrte Bauern und Kinder in der Dunkelheit durch den Sumpf nach Hause führt, verlangt kess: Gib mir nen Dreier! Und wehe dem, der es vergisst. Wissenschaftlich betrachtete abgestorbene Pflanzenteile , die sich entzünden, stehen in den Sagen der Lausitz für das schlechte Gewissen der Menschen und führen sie in eine Haltung der Dankbarkeit,Mittagsfrau Handpuppe - Regina HermannPlon der Drache - Regina Hermann „denn nur ein respektvoller Umgang mit der Natur zeigt uns das gelungene Leben“ so Sabine Lutkat, Vizepräsidentin der EMG. Dazu gehören auch Hauskobold, Mittagsfrau, Wassermann, Lutkis, und Plon, von denen der Märchenforscher Max Lüthi sagen würde, „dass sie als Wesensmächte der Welt im engen Kontakt zum Märchenhelden stehen“ und ihm so zum segensreichen Ende: „Und wenn sie nicht gestorben sind…“ verhelfen.


Sichtbare Helfer aber, die diesen Wesen ihre Stimme leihen, gibt es landauf und –ab, denn nicht nur die Theaterwelle schwappt zwischen Berlin und der Lausitz hin und her.

Vom 10.11.2011 bis zum 27.11. 2011 werden Berlin und Brandenburg zur Erzählbühne der 22. Berlin- Brandenburgischen Märchentage. Dann werden Märchen aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, aus den USA, lebendig und mit ihnen das Bewusstsein, dass die alten Überlieferungen aus Jahrhunderten etwas Besonderes sind, denn sie sind „wie das Theater Archivare, die die Kultur des Erinnerns pflegen als Bedingung für Humanität und Integrität“, so Sewan Latchinian, Intendant des Senftenberger Theaters.Wassermann Puppe - Regina Hermann So sieht es auch Brigitte Schaller, Märchenerzählerin aus Wendisch Rietz, die mit ihrer selbst gebauten Bambusflöte und ihrem indianischen Lieblingsmärchen „Wie die Flöte entstand“ bei den Märchentagen dabei sein wird. Und so, wie sie das Holz selbst ausgesucht, behandelt, geschliffen und die Löcher darin in den gefälligen Abständen ihrer Hand gebohrt, dem Instrument Leben in ihrer Stimmlage des Alt eingehaucht hat, so inniglich vermag sie auch darauf zu spielen, denn „die Flöte macht die Musik der Liebe“ . Und auch die Märchen treiben auf dem Klangstrom der Liebe in die offenen Häfen der Kinderherzen, so dass ihr jüngster Enkel am Omatag stets nur eine Bitte auf den Lippen hat: „Omi, erzähl mir was!“ Und sie erzählt mit dem Lächeln ihrer Zuversicht, „dass sie tun kann, was sie will, wenn sie weiß, was sie tut.“ Diese Klarheit und innere Freiheit teilt sie wohl mit ihren Märchenhelden und mit 30 anderen Märchenerzähler/innen des Berlin Brandenburgischen Märchenkreises, der 1993 in eben dieser Lausitz, in Spremberg gegründet wurde und nunmehr insgesamt 70 Mitglieder und Interessierte zählt.
Erzählen werden viele von ihnen zu den Märchentagen im November, aber für zwei Veranstaltungen lassen sie den Staffelstab unter sich reihum gehen, nämlich am Samstag, den 19.11 2011 um 15.00 Uhr in der Alten Bäckerei Pankow, in der Wollank - Str. 130 „Die Abenteuer des Raben“ und am Freitag, den 25.11.2011 um 19.00 Uhr in der Evangelischen Schule, in der Wallstr. 21 „Soll ich dir eine Geschichte erzählen“. (Voranmeldung erforderlich unter: 0179/ 77 83 247)


Denn, so formulierte Ursula Heindrichs, Ehrenpräsidentin der EMG vor drei Jahren zu ihrem 80. Geburtstag: „Das Märchen geht uns alle an. Es deutet und übersetzt unsere menschlichen Wünsche, Erfahrungen, Sehnsüchte, Hoffnungen, Schmerzen oder Utopien. Es ist Begleiter und Erklärer für Geschichte und Geschichten. Und: Es ist so reich an Wahrheit und Weisheit.“

den Artikel verfasste Kersin Yvonne Lange

die Fotos sind mit freundlicher Erlaubnis entlehnt von Regina Hermann (www.alagina-art.de)

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Treffen im Schlosspark Charlottenburg


Der Berlin-Brandenburgische Märchenkreis in eigener Sache - beim Spaziergang durch den Schlosspark Charlottenburg:

Kleiner Bildungslauf durch die Natur- und Kulturgeschichte des Schlosses Die Bank im Park unter den alten Bäumen inspirierte uns, Märchen zu erzählen, die im "Internationalen Jahr des Waldes - 2011" natürlich auch von Bäumen berichteten...

Der wandernde Baum (Ein Märchen aus England)

im Schlosspark
"Wenn ich am frühen Morgen in der Stadt auf dem Markt sein will, muss ich noch in der Nacht aufbrechen", sagte einmal ein Bauer.

Und er zog los. Es war Herbst, kalt und neblig, der Mond hatte sich hinter den Wolken versteckt und unser Bauer musste höllisch aufpassen, dass er nicht vom Wege abkam. Und dabei war ihm, als ginge jemand neben ihm her. Er hörte zwar keine Schritte, aber hin und wieder ein Lachen, so ein trockenes Lachen, wie wenn Äste knarren. Am liebsten wäre er umgekehrt, aber was ein echter Kenter Bauer ist, der lässt sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen. Und so marschierte er tapfer weiter.

im Schlosspark
Die Wolken wurden immer dichter, der Wind immer stärker, es begann zu regnen und der Mann überlegte, wo er sich unterstellen könnte. Er wusste, dass er gerade an einem Zaun vorüber kam und wollte hinüberklettern, aber wie er so um sich tastete, da war ihm, als sei das gar kein Zaun, sondern ein Baum, und über ihm rüttelte der Sturm an den Zweigen. Vor Grauen stiegen ihm die Haare zu Berge, aber weil er nun ein echter Kenter Bauer war, ging er im Finstern weiter.

So brachte er etwa drei Meilen hinter sich und war durchgefroren und steif vor Kälte wie ein Eiszapfen und noch dazu nass bis auf die Haut. Die Kräfte verließen ihn, er fiel hin, zog sich den Mantel über den Kopf - da fühlte er auf der Schulter eine warme Hand, aber es konnte auch ein Zweig sein, denn es roch nach Äpfeln.
im Schlosspark
"Ich weiß nicht, was du vorhast", sagte der Baum, denn es war wirklich ein Baum, was da die ganze Zeit neben ihm her gegangen war, "aber ich für meinen Teil bin so durchgefroren und nass, dass ich wieder nach Hause gehe, ins Trockene hinter der Scheune."

Und drehte sich um und rauschte davon. Der Baum. Während der Mann liegen blieb wie ein Stück Holz.

im Schlosspark
Ob Ihr es glaubt oder nicht, aber es war wirklich so. Wenn ihr mal nach Kent kommt und euch in der Nacht in der Heide verirrt, könnt ihr euch selbst überzeugen, was dort alles passieren kann: Die Wurzeln bekommen Finger, und die haschen nach euren Füßen, kratzen und zwicken euch und zerreißen euch die Kleider. Der Nebel windet sich zu einem Knäul, umwickelt euch und führt euch wie an der Leine, wohin er will. Die nächtliche Stille bellt euch an wie ein Hund, schreit wie ein Käuzchen, meckert wie eine Ziege. Die Dunkelheit funkelt euch aus blauen Augen an - und das alles zusammen jagt und hetzt euch, bis ihr umfallt und den Kopf unter den Mantel steckt, wie jener Bauer.

So dass ein Baum, der neben euch durch die Nacht spaziert, noch das Harmloseste ist, was euch widerfahren kann ………


Fotos und Text steuerte Bärbel Becker bei.

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Märchen auf dem Keramikmarkt Schloss Köniogswusterhausen

 

Keramikmakt im Zelt

...Märchenfrau Monika erzählt im kleinen Zelt auf dem Keramikmarkt in Königs-Wusterhausen auf dem Schlosshof.

Die Erzähler auf einer Bank
...Matthias Halbrock erzählte

... und begleitete uns von einem Märchen zum nächsten mit dem Scheitholz

... einem wundervollen alten Seiten-Instrument.

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